Wird Ihnen eine
Abstands­un­ter­schrei­tung
unter­stellt?

Abstands­ver­stöße sind der häu­figste Grund für Unfälle auf Auto­bah­nen. Die mög­li­chen Stra­fen rich­ten sich nach dem Buß­geld­ka­ta­log. Abhän­gig vom Aus­maß des Abstands­ver­sto­ßes ist Ihnen ein Buß­geld zwi­schen 25 € und 400 € sicher sowie die Ein­tra­gung von 1 bis 2 Punk­ten im Bun­des­zen­tral­re­gis­ter. Bei beson­ders ekla­tan­ten Ver­stö­ßen kann auch ein Fahr­ver­bo­tes von 1 bis 3 Mona­ten ver­hängt wer­den.

Mit dem Fach­an­walt auf Num­mer sicher gehen

Als Fach­an­walt für Ver­kehrs­recht kann ich Ihnen die qua­li­fi­zierte Bera­tung und Ver­tre­tung bie­ten, die Sie bei dem Vor­wurf einer “Abstands­un­ter­schrei­tung” benö­ti­gen.

Grund­sätz­lich gilt: Machen Sie von Ihrem Recht zur Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung Gebrauch, rufen Sie einen Anwalt an und las­sen Sie sich Hin­weise für das wei­tere Ver­hal­ten geben! Auch nach Erhalt des Anhö­rungs­bo­gens bzw. Buß­geld­be­schei­des machen Sie keine Äuße­run­gen, son­der las­sen Sie Ihren Anwalt Ein­spruch ein­le­gen.

Bei einer Deckungs­an­frage gegen­über Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung helfe ich Ihnen gerne. Hier erfah­ren Sie mehr.

Die Regel: Abstand gleich hal­ber Tacho!

Der § 4 Abs. 1 StVO legt fest, “dass der Abstand von einem vor­aus­fah­ren­den Fahr­zeug in der Regel so groß sein muss, dass auch dann hin­ter ihm gehal­ten wer­den kann, wenn plötz­lich gebremst wird.” Da jedoch jedes Fahr­zeug unter­schied­lich stark bremst, gibt es hier keine klare Rege­lung. Aus­nahme bil­den Fahr­zeuge, die mehr als 3,5 t wie­gen und des­halb ab 50 km/h auf Auto­bah­nen einen Min­dest­ab­stand von 50 m ein­hal­ten müs­sen. Bewährt hat sich jedoch die Faust­re­gel, min­des­tens halb soviel Abstand zum Vor­mann zu hal­ten, wie der Tacho km/h anzeigt, bei 100 km/h also 50 m. Auch kann der nötige Sicher­heits­ab­stand anhand von Sekun­den ermit­telt wer­den, im Stadt­ver­kehr sollte man bspw. etwa eine Sekunde Abstand hal­ten, auf Land­stra­ßen drei. Dazu mer­ken Sie sich ein­fach eine Stelle und zäh­len, nach wie vie­len Sekun­den Sie diese erreicht haben.

Nach­weis­mög­lich­kei­ten
eines Abstands­ver­sto­ßes

  • Beob­ach­tung von Poli­zei­be­am­ten, die sich hin­ter oder vor Ihrem Fahr­zeug befin­den.
  • Beob­ach­tung und Mes­sung von Poli­zei­be­am­ten mit Hilfe des Police-Pilot-Sys­tems, die sich hin­ter Ihrem Fahr­zeug befin­den.
  • Beob­ach­tung und Mes­sung von Poli­zei­be­am­ten in einem Fahr­zeug auf einer Brü­cke mit Hilfe der Video­ab­stands­mess­an­lage (VAMA).
  • Beob­ach­tung durch Poli­zei­be­amte oder durch einen Abstands­blit­zer anhand zweier Linien, die 50 m von­ein­an­der ent­fernt sind (Brü­cken­ab­stands­mess­ver­fah­ren).

Was ich für Sie tun kann

Zuerst ein­mal prüfe ich, ob Sie den Min­dest­ab­stand tat­säch­lich nicht ein­ge­hal­ten haben und ob es einen Nach­weis dar­über gibt. Es kann näm­lich sein, dass schon der Anhö­rungs­bo­gen oder der Buß­geld­be­scheid for­male Män­gel auf­weist (etwa feh­ler­hafte Zeit- oder Orts­an­gabe sowie unge­nauer Vor­wurf). Dadurch könnte schon eine Ver­jäh­rung ein­tre­ten (bereits nach drei Mona­ten).

Wei­ter­hin zu prü­fen wäre u.a., ob:

  • Sie auf dem Beweis­foto oder -video wirk­lich ein­deu­tig zu erken­nen sind, bzw. iden­ti­fi­ziert wur­den.
  • das Mess­ge­rät Män­gel auf­wies oder falsch bedient wurde.
  • der Abstand tat­säch­lich wei­ter als 140 Meter und län­ger als drei Sekun­den unter­schrit­ten wurde.
  • die Poli­zei­be­am­ten ohne Mess­ge­räte aus­rei­chende Mög­lich­kei­ten hat­ten, eine klare Schät­zung vor­zu­neh­men.

Auch hier gibt es also eine Reihe von Mög­lich­kei­ten, wie Sie Buß­geld und Punkte umge­hen kön­nen, gerne nehme ich Akten­ein­sicht für Sie vor und prüfe, was zu machen ist.