Alko­hol am Steuer -
Trun­ken­heits­fahrt

Als Fach­an­walt für Ver­kehrs­recht kann ich Ihnen die Bera­tung und Ver­tre­tung leis­ten, die Sie drin­gend benö­ti­gen, wenn bei Ihnen eine “Trun­ken­heits­fahrt” fest­ge­stellt wurde, die straf­recht­li­che Bedeu­tung haben könnte.

Grund­sätz­lich gilt: Machen Sie von Ihrem Recht zur Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung Gebrauch, rufen Sie einen Anwalt an und las­sen Sie sich Hin­weise für das wei­tere Ver­hal­ten geben!

Trun­ken­heit ohne Gefähr­dung

Wenn ein Kraft­fahr­zeug­füh­rer mit mehr als 1,1 Pro­mille am öffent­li­chen Stra­ßen­ver­kehr teil­nimmt und es dabei nicht zu min­des­tens einer Gefähr­dung ande­rer Per­so­nen oder Sachen kommt (soge­nannte fol­gen­lose Trun­ken­heits­fahrt), erfolgt eine Bestra­fung nach § 316 StGB.

Trun­ken­heit mit Gefähr­dung

Kommt es hin­ge­gen zu einer Gefähr­dung von Per­so­nen oder Sachen von bedeu­ten­dem Wert oder erge­ben sich ohne sol­che Gefähr­dung Anzei­chen für eine gesi­cherte Fahr­un­taug­lich­keit (Aus­fall­erschei­nun­gen, alko­hol­be­dingte Fahr­feh­ler), dann erfolgt die Bestra­fung aus § 315 c StGB bereits bei einer Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­tion von min­des­tens 0,3 Pro­mille.

Ord­nungs­wid­rig­keit bei gerin­gem Pro­mille-Wert

Liegt aller­dings eine fol­gen­lose Trun­ken­heits­fahrt bei einer Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­tion zwi­schen 0,5 und 1,1 Pro­mille bzw. bei einer Atem­al­ko­hol­kon­zen­tra­tion zwi­schen 0,25 bis 0,55 mg/l vor, ist diese zwar nicht straf­bar, stellt aller­dings eine Ord­nungs­wid­rig­keit nach § 24a StVG dar.

Eben­falls ord­nungs­wid­rig han­delt, wer als Füh­rer eines Kraft­fahr­zeugs in der Pro­be­zeit oder vor Voll­endung des 21. Lebens­jah­res im Stra­ßen­ver­kehr alko­ho­li­sche Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt, trotz der Wir­kung eines sol­chen Getränks antritt.

Alko­hol­ge­nuss bei Fahr­rad­fah­rern

Alle Rege­lun­gen gel­ten übri­gens nicht nur für Kraft­fahr­zeuge, son­dern auch für Fahr­rad­fah­rer. Wer in Folge des Genus­ses alko­ho­li­scher Getränke nicht mehr in der Lage ist, ein Fahr­zeug sicher zu füh­ren, macht sich ent­spre­chend straf­bar. Ab 1,1 Pro­mille ist der Fah­rer eines Kraft­fahr­zeugs unwi­der­leg­bar abso­lut fah­r­un­si­cher und ver­wirk­licht den Straf­tat­be­stand.

Der Grenz­wert bei Fahr­rad­fah­rern ist zwar erhöht, man kann sich aber bereits ab 0,3 Pro­mille nach § 316 StGB straf­bar machen.

Wird ein Fahr­rad­fah­rer z. B. mit 1,8 Pro­mille von der Poli­zei ange­hal­ten und des­we­gen rechts­kräf­tig ver­ur­teilt, wird ihm die Fahr­erlaub­nis­be­hörde eine medi­zi­nisch-psy­cho­lo­gi­sche Unter­su­chung (MPU — oft auch als Idio­ten­test bezeich­net) anord­nen. Ver­wei­gert man sich einer Unter­su­chung oder fällt diese nega­tiv aus, kann das den Füh­rer­schein kos­ten.

Bei einer Deckungs­an­frage gegen­über Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung helfe ich Ihnen gerne. Hier erfah­ren Sie mehr.