Can­na­bis-Kon­sum
im Stra­ßen­ver­kehr

Als Fach­an­walt für Ver­kehrs­recht kann ich Ihnen die Bera­tung und Ver­tre­tung leis­ten, die Sie drin­gend benö­ti­gen, wenn bei Ihnen eine “Dro­gen­fahrt” fest­ge­stellt wurde, die straf­recht­li­che Bedeu­tung haben könnte.

Grund­sätz­lich gilt: Machen Sie von Ihrem Recht zur Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung Gebrauch, rufen Sie einen Anwalt an und las­sen Sie sich Hin­weise für das wei­tere Ver­hal­ten geben!

Besitz von Can­na­bis

Die Fahr­erlaub­nis­be­hör­den sind dazu über­ge­gan­gen, schon den Besitz von Mari­huana oder Can­na­bis zum Anlass zu neh­men, an der Fahr­eig­nung zu zwei­feln und des­halb eine teure medi­zi­nisch-psy­cho­lo­gi­sche Unter­su­chung anzu­ord­nen. Doch die Argu­men­ta­tion der Behör­den kann anwalt­lich ent­kräf­tet wer­den.

Regel­mä­ßi­ger Kon­sum

Ein Ver­dachts­mo­ment (Indiz) für regel­mä­ßi­gen Can­na­bis-Kon­sum soll nach Auf­fas­sung man­cher Fahr­erlaub­nis­be­hör­den vor­lie­gen, wenn der Fahr­erlaub­nis­in­ha­ber eine Menge an Can­na­bis besitzt, die nicht nur für einen gele­gent­li­chen Kon­sum bestimmt zu sein scheint.

Fünf Joints pro Woche über einen Zeit­raum von zwei Mona­ten wer­den als regel­mä­ßi­ger Kon­sum bewer­tet. Bis­wei­len wird der regel­mä­ßige Kon­sum schon ab einer Menge von 9 g Mari­huana unter­stellt. Sol­che Unter­stel­lun­gen auf der Grund­lage gewag­ter Berech­nun­gen kön­nen wider­legt wer­den. Von maß­geb­li­cher Bedeu­tung ist in die­sem Zusam­men­hang, über wel­chen Wirk­stoff­ge­halt (THC) die fest­ge­stellte Besitz­menge ver­fügte. Eine Regel, wonach pro Tag nur eine Kon­sum­ein­heit ver­braucht wird, so dass eine Stre­ckung der Menge über einen Zeit­raum von zwei Mona­ten mög­lich ist, exis­tiert nicht.

Auf­fäl­lig­keit unter Can­na­bis-Kon­sum
im Stra­ßen­ver­kehr

Dies trifft jedoch nicht zu, wenn der Fah­rer bei der Teil­nahme am Stra­ßen­ver­kehr auf­fäl­lig wird. Dann ist auf­zu­klä­ren, ob die Per­son zwi­schen dem Kon­sum und dem Auto­fah­ren sicher tren­nen kann.

Hierzu hat die Recht­spre­chung anhand der durch eine Blut­probe fest­ge­stell­ten THC-Werte im Blut Grund­sätze auf­ge­stellt: Bei bis zu 1,0 ng/ml THC im Blut geht die Recht­spre­chung vom siche­ren Tren­nungs­ver­mö­gen aus. Ab 1,0 ng/ml THC im Blut ent­zie­hen die Füh­rer­schein­be­hör­den in der Regel sofort die Fahr­erlaub­nis; zwi­schen bei­den Wer­ten ist das Tren­nungs­ver­mö­gen durch ein ärzt­li­ches Gut­ach­ten oder eine MPU auf­zu­klä­ren.

Das bedeu­tet in der Kon­se­quenz, dass bei fest­ge­stell­ten THC-Wer­ten über 1,0 ng/ml Rechts­mit­tel gegen den Ent­zug der Fahr­erlaub­nis wenig aus­sichts­reich sind. Nur wenn der Tag, an dem der hohe THC-Wert fest­ge­stellt wurde, sehr weit zurück­liegt, weil bei­spiels­weise die Behör­den die Akte sehr lange unbe­ar­bei­tet lie­ßen, kann eine Klage gegen die Ent­zie­hung im Ein­zel­fall Erfolg haben.

In jedem Fall muss beach­tet wer­den, dass Car­bon­säure als Abbau­pro­dukt von Can­na­bis noch über viele Wochen im Kör­per nach­weis­bar ist. In der Kon­se­quenz müsste nach einem Can­na­bis­kon­sum das Auto für einige Wochen ste­hen gelas­sen wer­den. Es reicht nicht aus, nur einen Tag mit dem Auto­fah­ren aus­zu­set­zen.

Für eine Bera­tung, neh­men Sie
bitte Kon­takt zu mir auf!

Rufen Sie mich kos­ten­frei an und wir ver­ein­ba­ren kurz­fris­tig einen Ter­min, um die wei­tere Vor­ge­hens­weise zu erör­tern. Ich werde Ihren Fall dann so schnell wie mög­lich ana­ly­sie­ren und Sie über die Chan­cen und Risi­ken infor­mie­ren.