Droht Ihnen eine Strafe wegen
eines Rot­licht­ver­sto­ßes?

Beim Über­fah­ren roter Ampeln kann es zu sehr hef­ti­gen Buß­gel­dern kom­men, auch Punkte in Flens­burg und Fahr­ver­bote sind mög­lich. Sogar Frei­heits­stra­fen kön­nen in bestimm­ten Fäl­len ver­hängt wer­den.

Mit dem Fach­an­walt gut bera­ten

Als Fach­an­walt für Ver­kehrs­recht kann ich Ihnen die qua­li­fi­zierte Bera­tung und Ver­tre­tung bie­ten, die Sie benö­ti­gen wenn Ihnen ein “Rot­licht­ver­stoß” vor­ge­wor­fen wird.

Grund­sätz­lich gilt: Machen Sie von Ihrem Recht zur Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung Gebrauch, rufen Sie einen Anwalt an und las­sen Sie sich Hin­weise für das wei­tere Ver­hal­ten geben! Auch nach Zusen­dung des Anhö­rungs­bo­gens oder Buß­geld­be­schei­des äußern Sie sich nicht, son­der las­sen Sie Ihren Anwalt Ein­spruch ein­le­gen.

Bei einer Deckungs­an­frage gegen­über Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung helfe ich Ihnen gerne. Hier erfah­ren Sie mehr.

Wann liegt recht­lich ein Rot­licht­ver­stoß vor?

Gemäß §§ 49 Abs. 3 Nr. 2 und 37 Abs. 2 Nr. 1 und 2 Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) liegt beim Über­fah­ren einer roten Ampel eine Ver­kehrs­ord­nungs­wid­rig­keit vor.

Soll­ten Sie in den von der Ampel “geschütz­ten Bereich” ein­fah­ren, obwohl die Ampel “rot” leuch­tete, liegt ein Rot­licht­ver­stoß vor. Der “geschützte Bereich” oder “Gefah­ren­be­reich” ist der Bereich hin­ter der Ampel­an­lage, also die Kreu­zung oder der Bahn­über­gang, in vie­len Fäl­len an einer gestri­chel­ten Linie zu erken­nen.

Wann spricht man ledig­lich
von einem Hal­te­li­ni­en­ver­stoß?

Für den Fall, dass Sie zwar nach der Ampel aber noch vor dem geschütz­ten Bereich zum Ste­hen kamen, müs­sen Sie ledig­lich mit einem Buß­geld von 10 € rech­nen, da es sich hier nur um einen “Hal­te­li­ni­en­ver­stoß” han­delt.

Ein­fa­cher Rot­licht­ver­stoß

Ein ein­fa­cher Rot­licht­ver­stoß liegt vor, wenn die Ampel bereits bis zu einer Sekunde “rot” leuch­tete. Die Folge ist ein Buß­geld in Höhe von 90 € und ein Punkt in Flens­burg.

Liegt jedoch zusätz­lich eine Gefähr­dung vor, erhö­hen sich die Punkte auf zwei, das Buß­geld auf 200 € und Sie erhal­ten einen Monat Fahr­ver­bot.

Bei einer Sach­be­schä­di­gung sind es eben­falls 2 Punkte und einen Monat Fahr­ver­bot, jedoch 240 €.

Qua­li­fi­zier­ter Rot­licht­ver­stoß

Ein qua­li­fi­zier­ter Rot­licht­ver­stoß liegt vor, wenn die Ampel bereits län­ger als eine Sekunde “rot” leuch­tete. In die­sem Fall wer­den 200 €, 2 Punkte und ein Monat Fahr­ver­bot fäl­lig.

Durch Gefähr­dung erhöht sich das Buß­geld noch­mal auf 320 € und durch Sach­be­schä­di­gung auf 360 €.

Nach­weis eines Rot­licht­ver­sto­ßes

Der Nach­weis eines Rot­licht­ver­sto­ßes kann einer­seits anhand der Beob­ach­tung der Poli­zei­be­am­ten oder eines Zeu­gen und ander­seits anhand eines Ampel-Blit­zers erfol­gen.

Ampel­blit­zer

Bei dem Blitz­ge­rät wer­den zwei Blitze aus­ge­löst, der erste sagt nur aus, dass die Hal­te­li­nie über­fah­ren wurde, löst nur die­ser aus, liegt ledig­lich ein Hal­te­li­ni­en­ver­stoß vor, löst das Gerät jedoch zwei­mal aus (nach Befah­ren des geschütz­ten Berei­ches), liegt ein Rot­licht­ver­stoß vor.

Mobile Rot­licht­über­wa­chung per Video

Eine wei­tere Mög­lich­keit neben dem zufäl­li­gen Beob­ach­ten der Poli­zei­be­am­ten ist eine geplante Video­über­wa­chung der Ampel­an­lage von bei­den Sei­ten, bei der tech­ni­schen Auf­zeich­nung sei­tens der Poli­zei ist ein Anfech­ten des Bescheids eher schwie­rig.

Über­fah­ren einer gel­ben Ampel

Grund­sätz­lich ist zu sagen, dass schon eine gelbe Ampel “Halt” bedeu­tet und Sie bei gelb immer dann zum Ste­hen kom­men soll­ten, wenn dies gefahr­los mög­lich ist. Sind Sie jedoch bereits kurz vor der Ampel gewe­sen und hät­ten eine scharfe Brem­sung vor­neh­men müs­sen, so gilt hier kein Ver­stoß. Haben Sie jedoch bspw. beschleu­nigt, um noch über die Ampel zu kom­men, so müs­sen Sie mit einem Buß­geld in Höhe von 10 € rech­nen.

Rot­licht­ver­stoß in der Pro­be­zeit

Soll­ten Sie sich bei dem Über­fah­ren einer roten Ampel noch in der Pro­be­zeit befin­den, müs­sen Sie mit einer Pro­be­zeit­ver­län­ge­rung um zwei Jahre rech­nen und ein Auf­bau­se­mi­nar absol­vie­ren, um Ihren Füh­rer­schein zu behal­ten.

Soll­ten Sie inner­halb der ver­län­ger­ten Pro­be­zeit erneut eine rote Ampel über­fah­ren, so wer­den Sie ver­warnt und es wird Ihnen emp­foh­len, inner­halb von zwei Mona­ten an einer ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­schen Bera­tung teil­zu­neh­men. Stellt man dort fest, dass Sie nicht aus Ihrem Ver­hal­ten gelernt haben oder über­fah­ren Sie inner­halb von zwei Mona­ten erneut eine rote Ampel, so wird man Ihnen die Fahr­erlaub­nis dau­er­haft ent­zie­hen.

Sollte der Rot­licht­ver­stoß inner­halb der Pro­be­zeit jedoch so schwer­wie­gend (z. B. durch Per­so­nen­scha­den oder hohen Sach­scha­den) sein, dass an Ihrer cha­rak­ter­li­chen Eig­nung zum Füh­ren eines KFZ’s gezwei­felt wird, kann u. U. auch eine MPU ange­ord­net wer­den.

Ein Rot­licht­ver­stoß kann zur Straf­tat wer­den

Sollte Ihnen vor­ge­wor­fen wer­den, beson­ders rück­sichts­los über eine rote Ampel gefah­ren zu sein und dadurch einen Per­so­nen­scha­den oder hohen Sach­scha­den her­bei­ge­führt zu haben, wird vor Gericht über den Fall ent­schie­den. Hier kann es unter Umstän­den sogar zu einer Frei­heits­strafe nach § 315c des Straf­ge­setz­bu­ches (StGB) kom­men.

Wann ist ein Ein­spruch gegen
einen Rot­licht­ver­stoß sinn­voll?

Ein Ein­spruch ist immer dann sinn­voll, wenn:

  • die Licht­ver­hält­nisse so schlecht waren, dass man das Licht nicht rich­tig erken­nen konnte, weil es z. B. zu schwach leuch­tete.
  • der Ver­stoß nur durch einen Poli­zis­ten und nicht durch eine Blitz­an­lage fest­ge­stellt wurde, hier ist es zwei­fel­haft, ob ein qua­li­fi­zier­ter Ver­stoß tat­säch­lich vor­liegt.
  • die Dauer der Gelb­phase unver­hält­nis­mä­ßig kurz war.
  • bei einem tech­ni­schen Mess­ge­rät ein mini­ma­ler Feh­ler fest­stell­bar ist.

Wie kann ich Ihnen hel­fen

Je nach Fall, kön­nen Sie unter­schied­lich hohe Chan­cen haben, dass der Vor­wurf fal­len­ge­las­sen wird. Diese Chan­cen im Vor­feld zu prü­fen und die rich­tige Stra­te­gie anzu­wen­den ist mein Spe­zi­al­ge­biet. Soll­ten Sie also mit einem Ver­fah­ren wegen eines Rot­licht­ver­sto­ßes kon­fron­tiert sein, rufen Sie mich gerne an und wir ver­ein­ba­ren einen Ter­min in mei­nem Büro in Ber­lin Ste­glitz-Zehlen­dorf.